In dem Stück „Troja“ von Henner Kallmeyer geht es um zwei „blinde Passagiere im trojanischen Pferd“
Zehn Jahre Krieg – und zwei Kinder, die eigene Träume haben mittendrin: Briseis, Tochter der Griechen, möchte eine große Kämpferin werden wie Achill, während sich der trojanische Küchenjunge Spourgitis nichts sehnlicher wünscht, als einmal das Meer zu sehen – was schwierig ist, wenn man in einer belagerten Stadt festsitzt. Briseis hat sich zu den Kriegern ins Trojanische Pferd geschmuggelt. Im Dunkeln wartet sie angespannt – bis plötzlich jemand zu ihr ins Pferd klettert: Spourgitis, den seine Not in den hölzernen Koloss treibt…
Das Stück stellt Fragen wie: Müssen Kinder, deren Eltern verfeindet sind, auch miteinander kämpfen? Was ist das für ein Frieden, wenn alles kaputt ist? Und kann man im Frieden nicht auch ein Held werden?
Und das Besondere an der Inszenierung ist, dass sie ins Klassenzimmer kommt und im Handumdrehen die Klassenzimmerausstattung zum Bühnenbild wird. Die Schüler*innen sind ganz nah dran am Geschehen und werden so mit hineingezogen in die Geschichte rund um die beiden Kinder aus den verfeindeten Lagern.
Die Klasse 5a hatte Gelegenheit mit der Theatervermittlerin Anna Lee Engel sich in vorbereitenden Workshops mit dem Thema des Stückes auseinanderzusetzen und durfte schließlich „Probepublikum“ bei einer der Hauptproben im eigenen Klassenzimmer sein!
Das hat großen Spaß gemacht, außerdem war es spannend nah am Entstehungsprozess eines Klassenzimmerstück dran zu sein. Toll war auch, dass die Schüler*inne anschließend mit den Darsteller*innen Aldiun Gazquez, Lisa Bräuniger und Julia-Sofie Schulze und der Regisseurin Sina Heiss ins Gespräch kommen konnten.
Das war eine tolle Erfahrung!



